Artensterben und was wir dagegen tun können

BienenstockUnsere Artenvielfalt ist bedroht und das Artensterben nimmt zu.

Dass Tiger, Orang-Utan und Elefanten zu den bedrohten Tierarten gehören und ein paar Arten bereits ausgerottet sind, wissen meine Kinder aus diversen Tierbüchern. Doch warum, welche Rolle wir und unser Lebensstil dabei spielen und vor allem, was wir in unserem Alltag zum Schutz der Arten tun können, versuche ich in diesem Blogbeitrag zu erklären.  Artenschutz fängt bereits vor unserer Haustür an und jede*r kann etwas dazu beitragen.

Artenvielfalt: Was ist das eigentlich?

Artenvielfalt bezeichnet alle Tiere und Pflanzen in einer bestimmten Region. Auf der ganzen Welt geht die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten zurück. Und zwar hundertmal schneller als im Jahr 1900.

Warum ist Artenschutz so wichtig?

Ohne die verschiedenen Tiere und Pflanzen wäre die Erde ein leeres Haus. Wir sind direkt davon abhängig, dass Bienen unsere Obst- und Gemüsepflanzen befruchten, da uns sonst die Nahrungsquelle wegbricht. Ohne Bäumen hätten wir keinen Sauerstoff mehr zum Atmen.

 

Welche Tiere sind vom Aussterben bedroht?

Die Liste ist ziemlich lang. Von der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Rote Liste herausgeben. In ihr stehen alle gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

Zu den bekanntesten Tieren gehören:

  • Tiger
  • Orang-Utan
  • Pandabär
  • Eisbär
  • Kaiserpinguin
  • Ringelrobbe
  • Geigenrochen
  • Lachs
  • Thunfisch

Aber auch in Deutschland sind einige Arten bedroht:

  • Biene
  • Flußkrebs
  • Eichhörnchen
  • Wolf
  • Feldhamster
  • Fischotter
 

Was verursacht das Artensterben?

Hauptsächlich sind wir Menschen daran schuld. Durch unsere Eingriffe in die Natur wird das bisher perfekt aufeinander abgestimmte Ökosystem Erde durcheinandergebracht und krank.

 

Gründe für das Verschwinden der Arten:

  • Umweltverschmutzung
  • Entwaldung
  • Klimaerwärmung
  • Eingeschleppte Arten
  • Jagd & Fischfang

Als einziges Lebewesen auf der Erde produzieren wir Menschen Dinge, die die Umwelt verschmutzen und zerstören: Plastik, Dünger, Abgase und verseuchte Abwässer gefährden unsere Tier- und Pflanzenwelt. Fische und Landtiere werden aus unterschiedlichen Gründen gefangen und getötet – Zeit zum Erholen bleibt ihnen nicht.

Ich fühle mich machtlos, wenn ich sehe, wie der Regenwald abgeholzt wird. Wie Fabriken Wasser und Luft verschmutzen und wie Plastikmüll Wälder verdreckt und Tiere tötet, weil sie ihn fressen.

Ich möchte jedoch nicht den Kopf in den Sand stecken.
Ich will irgendwann meinen Kinder sagen können:
Ich habe etwas getan um unsere Erde zu retten! Denn ich wünsche mir aktuell nichts mehr, als dass wir unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen.

Deshalb produzieren wir unsere Bücher und Karten auch ausschließlich nach dem Cradle to Cradle-Konzept.

Was wir tun können

Es gibt viele Dinge, die jeder für den Naturschutz und somit für den Artenschutz tun kann:

  • Bienenfreundliche Gärten und Terrassen
  • Insektenhotels oder andere geeignete Nistplätze anbieten
  • Auf Pestizide und Herbizide verzichten
  • Eigenes Gemüse anbauen oder Biolebensmittel kaufen
  • Plastikfrei einkaufen, wenn möglich
  • Wenig bis kein Fleisch/Fisch essen und auch weniger Milchprodukte
  • Palmölprodukte vermeiden
  • Bewusster Konsum (weniger, secondhand oder nachhaltig)
  • Fahrrad und Zug statt Auto und Flug
  • Auf zertifiziertes Holz achten
  • Hochwertige und langlebige Sachen kaufen
  • Müll aufsammeln

Und zuletzt geht das alles gemeinsam einfacher:
Mit der Familie, Freunden und Bekannten über Artenschutz sprechen und gemeinsame Aktionen starten. Sicherlich gibt es auch in deiner Stadt Vereine, die sich für Naturschutz einsetzen.

Über engagierte Firmen reden

Wir freuen uns im Einsatz für Nachhaltigkeit andere Unternehmen kennenzulernen und vorstellen zu können.

Durch Zufall bin ich beim Schuhkauf für meine Tochter auf das Engagement von Wildling Shoes für Artenvielfalt gestoßen. Wildling produziert nicht nur nachhaltig, sondern hat gemeinsam mit Gut Peetzig in der Uckermark eine Blühwiese für Bienen angelegt. Ihr Schuhmodel „Eden“ soll genau darauf aufmerksam machen. Seit kurzem sind sie auch Mitglied bei 1% for the Planet und spenden an geprüfte Non-Profit-Organisationen.

Wir finden das einen tollen Schritt und nehmen diesen Einsatz als Vorbild für unsere Entwicklung. Momentan können wir es uns noch nicht leisten, Geld in Naturschutzprojekte zu stecken. Bei uns sind es vorerst die eigenen Wiesen, die wir bienenfreundlich gestalten und den Einsatz für Artenvielfalt unserer Druckereien, den wir indirekt unterstützen. Alle Gewinne fließen derzeit in neue Buchprojekte. Auf lange Sicht wollen wir aber auch einen Teil unseres Gewinns in größere Umweltprojekte fließen lassen.

Kind sitzt mit Bilderbuch auf Wiese

Weitere Information zum Thema Artenschutz findest du auch in unserem neuen Bilderbuch. Es heißt „Es war einmal ein Haus“

Die zauberhafte Fabel zeigt kindgerecht und auf einfache Weise, wie wir durch die Zerstörung unserer Erde das Leben von Tieren und Pflanzen gefährden. Sie macht aber auch Mut, denn jeder kann etwas dagegen tun.

Lasst uns gemeinsam die Welt retten!

neunmalkluge Grüße
Charlotte

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