Kassenzettel für den Müll

Kassenbonpflicht! Wer ärgert sich eigentlich aktuell nicht darüber?

Hier die Infos zu Anfang:

Der Verkäufer ist verpflichtet einen Kassenbon zu generieren!

Durch ein neuen Sicherheitssystem – das übrigens bereits vor einigen Jahren beschlossen und schrittweise umgesetzt wurde – soll Steuerhinterziehung verhindert werden. Ein Steuerfahnder kann nun einfach an Hand eines Kassenbons sehen, ob dieses System eingesetzt wird und sich über einen besonderen QR-Code weitere Informationen besorgen.

Dieser besondere QR-Code muss übrigens bis spätesten September auf allen Kassenbons aufgedruckt sein. D.h. der Bon wird noch länger!

Hier kommt die Lösung aus dieser Thermopapierflut:

Eine digitale Erstellung ist auch möglich! Dazu zählt beispielsweise der Versand des Bons per SMS oder E-Mail. Oder noch besser: das anonyme abscannen eines QR-Codes (nicht zu verwechseln mit dem für den Steuerfahnder, der auf dem Kassenzettel sein wird.

Der Kunde muss den Bon aber nicht mitnehmen!

Dadurch wandert der Bon bei den meisten Geschäften vom Drucker direkt in den Müll. Dazu gleich mehr …
Selbst wenn ich mir nun einfach einen QR-Code anzeigen lasse, bin ich nicht verpflichtet diesen abzuscannen.

–> 💚 Wäre das nicht die einfachste und umweltfreundlichste Lösung von allen? 💚

Und was passiert bis dahin mit dem Kassenbonmüll?

Die Tage habe ich eine Umfrage bei Facebook gemacht und gefragt, in welcher Tonne deine Kassenbons in der Regel landen. Das Ergebnis hat mich gefreut :) Die meisten werfen ihn tatsächlich in den Restmüll.

Ich selbst war bis vor Kurzem hin und hergerissen. Denn seit Anfang des Jahres ist Bisphenol A im Kassenbonpapier verboten und einige Ökobon-Anbieter behaupten auch, dass ihre Belege in das Altpapier können.

Doch spätestens nach diesem offiziellen Artikel des Umweltbundesamtes gehe ich lieber auf Nummer sicher:

Kassenzettel bestehen aus Thermopapier. Das ist ein Spezialpapier, das Farbentwickler enthält, der unter Temperatureinwirkung in einer chemischen Reaktion die Schwarzfärbung des Papiers auslöst. Dafür wurde bislang vorwiegend Bisphenol A und S eingesetzt. BPA ist nun in der EU verboten – bzw. (nur) ein Grenzwert festgelegt, da es Einfluss auf unser Hormonsystem nimmt. Zu BPS gibt es noch keine abschließenden Bewertungen!!!

Da es für uns Kunden fast unmöglich ist bisphenol- und phenolfreies Thermopapier oder gar farbentwicklerfreie Kassenzetteln zu erkennen, empfiehlt sich die Entsorgung über den Restmüll. Über Hygieneprodukte aus Recyclingpapier gelangen diese Gifte zurück zu uns und in die Umwelt!

Übrigens ein Grund mehr für uns, erst einmal für Kinderbücher nur Papier aus Frischfasern zu verwenden!

Um also unser Recyclingpapier langfristig endlich “sauber” zu bekommen, solltest du deine Kassenbons lieber nur in die schwarze Tonne werfen. Und ich hoffe, dass bald die QR-Code-Erzeugung sich durchsetzt und/oder es eine Lösung komplett ohne Bonerzeugung geben wird.

Und weil ich es so spannend fand, hier noch ein paar kleine Stories zum Kassenbonpflicht:

  • Deutschland ist eines der letzten Länder, die diese Kassenbonpflicht umgesetzt haben. Frankreich hat sie zwar wieder abgeschafft, dafür aber eine direkte Übermittlung von der Kasse ans Finanzamt eingeführt.
  • In Italien war bis vor kurzem die Mitnahme des Bons verpflichtend. Wurdest du auf der Straße ohne den Beleg zu deinem Einkauf erwischt, musstest du zurück in den Laden und den Einkauf irgendwie nachweisen. Das hat allerdings die Touristen verschreckt. Deswegen macht es Italien jetzt wie Tschechien.
  • In Tschechien ist auf jedem Bon eine Gewinnzahl aufgedruckt, mit der man automatisch an einer Kassenbonlotterie teilnimmt und Geld gewinnen kann. Natürlich nimmt dann jeder freiwillig einen Beleg mit.

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Umdenken für einen positiven Fußabdruck #positivefootprint

grüner Fußabdruck

Unter diesem Hashtag stand der 6. Cradle to Cradle Congress. Die Veranstaltung wird jährlich von der Cradle to Cradle NGO (ehemals e.V.) ausgerichtet und fand in diesem Jahr zum ersten Mal in Berlin statt. Ziel ist es, sich auszutauschen und die sogenannte C2C-Denkschule weiterzuverbreiten.

Viele große Firmen waren anwesend und haben ihre Produkte und Weiterentwicklungen vorgestellt. Darunter C&A, Werner & Metz (Frosch-Reinigungsmittel), die Lidl-Stiftung, der Druckfarbenhersteller HuberGroup und die Druckerei Vögeli aus der Schweiz.

Cradle to Cradle Congress 2020 FreundeskreisCradle to Cradle Congress 2020 Mode

Aber auch neue Firmen, wie Bayonix, die eine leichte, C2C-zertifizierte Sporttrinkflasche auf den Markt gebracht haben. Diese ist komplett biologische abbaubar und zu 100% recyclebar.

Junge Unternehmen wir Follow Food (mir bekannter durch die Marke Follow Fisch) und der Snack-Anbieter Wildcorn stellten ihre Herangehensweise an eine umweltfreundliche Verpackung dar.

Bekannte Persönlichkeiten wie die Fernsehköchin Sarah Wiener, die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze und Nina Eichinger als Moderatorin des Congress waren anwesend.

Cradle to Cradle Congress 2020 Netzwerkstand Neunmalklug

Cradle to Cradle Congress 2020 Netzwerkstand NeunmalklugNeben Panels, Vorträgen und Diskussionsrunden, gab es auf dem Congress im Netzwerk-Café genug Zeit um sich zu bestimmten Themen und Produkten auszutauschen. Auch ich stellte den Verlag dort vor und sammelte Ideen, wie sich das doch sehr komplexe Thema C2C auf einfache Sätze für Endkunden und auch für Kinder herunterbrechen lässt.

Besonders habe ich mich dabei über eine erneute Vernetzung mit dem Kinder- und Jugendmuseum in Donaueschingen gefreut, das dieses Jahr zum ersten Mal einen parallel laufenden Kinder-Congress ausgerichtet hat. Aber es gab auch viele weitere spannende Gespräche und du kannst gespannt sein, was entstehen wird :)

 

Nach all den vielen Gesprächen hoffe ich nun auch dich von Cradle to Cradle zu überzeugen:

Cradle to Cradle (C2C) beschreibt ein Konzept innerhalb der Circular Economy. Alle Produkte, die hergestellt werden, sollen sich positiv auf Umwelt und Mensch auswirken. Dafür müssen Dinge neu designt und für Kreisläufe gemacht werden. Praktisch bedeutet das: Produkte müssen entweder so hergestellt werden, dass sie wieder zurück in die Natur können, also kompostierbar sind, ohne giftige Reststoffe zu hinterlassen. Oder sie müssen perfekt für ein Recycling sein, also zu neuen hochwertigen Produkten werden (kein Downcycling!, wie bspw. von der PET-Flasche zum Fleecepullover, dessen Fasern dann als Mikroplastik im Wasser landen). Dazu gibt es bereits viele praktische Beispiele: Kleidung, Teppiche, Druckprodukte, Wasserflaschen und Reinigungsprodukte.

 

Seit zwei Jahren gibt es nun auch eine Initiative namens Healthy Printing von Firmen, die sich gemeinsam für saubere Druckprodukte einsetzen. Wir sind ebenfalls Mitglied und es war toll sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Ich freue mich sehr darüber, dass es inzwischen im deutschsprachigen Raum bereits zwei weitere Druckereien gibt, die nun C2C anbieten. Und auch größere Verlage wie bspw. Random House und Kosmos, die bereits einige Bücher mit einen positiven Fußabdruck herausgebracht haben.

 

Positiver Fußabdruck, was ist damit eigentlich gemeint?

Der „Erfinder“ von C2C, Michael Braungart kritisiert immer wieder unsere aktuelle Nachhaltigkeitsdebatte. Denn zu verzichten und Dinge weniger schlecht zu machen reicht einfach nicht. Wir müssen Dinge richtig machen! Weniger schlecht ist nicht gleich gut! Und dazu gehört es auch einen positiven Fußabdruck zu hinterlassen. Klimaneutral zu sein – was übrigens beim Green Deal bis 2050 umgesetzt sein soll – bedeutet eigentlich tot zu sein. Denn kein Baum ist klimaneutral! Wir müssen stattdessen klimapositiv sein und Nährstoffe für die Natur produzieren. Der Mensch sollte sich als Nützling sehen. Das ist die Vision von Cradle to Cradle!

Und dieses Ziel setzen wir uns nun gemeinsam!

Mit jedem C2C-zertifiziertem Buch, Postkarte und einem anderen Druckprodukt können wir einen positiven Fußabdruck hinterlassen. Je größer das Interesse daran wird, von Seiten der Endkunden, als auch der Firmen, umso schneller können wir der Druck und Verlagsbranche zu einem positiven Fußabdruck verhelfen. Von aktuell einigen sauberen Printprodukten aus Frischfaser-Papier, möchten wir gemeinsam langfristig gesundes Recylingpapier produzieren – ohne giftigen Klärschlamm zu hinterlassen.

 

So und nun bist du an der Reihe diese Message weiterzutragen!

Wenn du noch Fragen dazu hast, dann schreib mir gerne. Ansonsten findest du hier und hier noch wunderbare Erklärungen rund um C2C.

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Vom tiny house bis hin zu ökologischen Wolkenkratzern

Landschaften der Zukunft – Bauen & Wohnen

unsere Eindrücke vom NaturVision FilmFestival in Ludwigsburg

Programmheft: NaturVision Filmfestival 2019Direkt neben dem Popcorn Stand hatten wir im Juli auf dem Open Air des NaturVisionFimfestivals in Ludwigsburg mit unseren Bilderbüchern einen tollen Standplatz. Hin und wieder konnten wir neben dem Verkauf auch einen Blick auf die nur wenige Meter entfernte Filmleinwand werfen. Besonders spannend fanden wir die verschiedenen Beiträge zum diesjährigen Schwerpunktthema Landschaften der Zukunft – Bauen & Wohnen.

In mehreren Filmen wurden die unterschiedlichsten Wohnformen vorgestellt, von denen wir euch erzählen wollen, weil uns diese Projekte teilweise sehr beeindruckt haben.

 

Wie sieht “artgerechtes” Wohnen aus?

Die Wohnungsnot steht der Zerstörung der Lebensräume von Pflanzen und Tieren gegenüber. Viele Menschen können sich die hohen Mietpreise in den Städten kaum leisten, aber das Pendeln belastet ebenfalls den Geldbeutel und die Umwelt natürlich auch. Viele Städter fliehen am Wochenende aufs Land. In allen Filmen wurde deutlich, dass ein großer Bedarf an artgerechterem Wohnraum besteht und so die Architektur der Zukunft aussehen muss. Wir Menschen brauchen eine gute Infrastruktur für unseren Alltag und dazu die Natur für die Seele. Architekten und Stadtplaner haben erkannt, dass mehr Grün in den Städten nicht nur für ein besseres Mikroklima, die Vermeidung von Hitzeinseln und mehr Artenvielfalt sorgt, sondern auch für eine höhere Lebensqualität.

 

Tinyhouse

Tinyhouse auf dem NaturVision Filmfestival 2019

©UlrichPasch

Der Minimalismus-Gedanke ist bereits in vielen Köpfen angekommen und macht auch diese junge Wohnform den meisten Menschen sympathisch.

In Form von Interviews und einem Videotagebuch gab der Kurzfilm “Und wo ist die Badewanne? Über die Zukunft des Wohnens” die Eindrücke und Gedanken von zwölf Menschen wieder, die für kurze Zeit ein 7,3 Quadratmeter kleines Haus in Ludwigsburg bewohnten. Interessant waren auch die Berichte von zwei Paaren, die im Anschluss an die Filmvorführung auf der Bühne von diesem Projekt berichteten. Das Fazit der Tinyhouse-Bewohner: Es sei befreiend gewesen zu erfahren, wie wenig man eigentlich nur zum leben brauche. Aber auf Dauer sollte der Wohnraum doch ein paar Quadratmeter größer sein, denn zu zweit oder gar mit Besuch wird es natürlich eng auf so kleinem Wohnraum. Das eine Paar hatte Glück mit dem Wetter und konnte auf den kleinen Garten vor dem Tinyhouse ausweichen, bei Regen wird das aber eher ungemütlich.

 

Der Garten als neuer Wohnraum

Auch andere Filme wie “Häuser für Menschen” beschäftigten sich mit nachhaltigen Bauprojekten, in denen sich die Menschen wohlfühlen. In ökologischen Siedlungen und Gartenstädten mit ummauerten Wohnhöfen können die Bewohner in einer Gemeinschaft leben und sich gleichzeitig zurückziehen, wenn ihnen danach ist. Große Fenster mit Blick in den Garten oder eine überdachte Terrasse erweitern den Wohnraum der kleinen Flachdachhäuser. Die Kinder erleben gemeinsam mit den benachbarten Kindern die für ihre Entwicklung so wichtige Natur direkt vor der Haustüre. Eltern, die dort selbst aufgewachsen sind, berichten im Film, dass sie mit ihren eigenen Kindern zurück gekommen sind und nun schon in zweiter Generation in diesen “Siedlungen für Menschen” leben.

 

Privatsphäre und trotzdem Gemeinschaft

In einem weiteren Film wurde der Wohnpark Alt Erlaa und das Konzept dahinter vorgestellt. Eine Stadt in der Stadt Wien, in der die Menschen in begrünten Terrassenhäusern zentral leben, mit Freizeitangeboten beinahe wie in einer Ferienanlage. Für den Alltag wird somit kein Auto benötigt, alles ist zu Fuß erreichbar. Ein Schwimmbad auf dem Dach und verschiedene Vereine stärken die Gemeinschaft unter den Bewohnern, in der sich Gleichgesinnte treffen und austauschen können. Eine berufstätige Mutter berichtet im Film zum Beispiel, dass sie in der Zeit, in der die Kinder ganz eigenständig ihren Hobbys nachgehen, im Supermarkt des Wohnparks einkauft. Durch die kurzen Wege bleibt den Menschen dort mehr Zeit für das, was ihnen wichtig ist. In den Wohnparks leben zudem Menschen mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen und aus nahezu allen Gesellschaftsschichten zusammen. Ein wirklich interessantes Konzept für eine menschengerechte, umweltfreundliche und gleichzeitig sehr wirtschaftliche Wohnform, wenn man an den begrenzten Wohnraum in der Stadt denkt.

 

Ein vertikaler Wald mitten in der Großstadt

Auch das Projekt “Bosco Verticale” in Mailand faszinierte uns sehr. Die beiden Doppeltürme des Wolkenkratzers sind mit Büschen und Bäumen bepflanzt und bilden so einen vertikalen Wald mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern. Im Film wurde diese Architektur als zukunftsweisend für Großstädte mit dichter Besiedliung und hoher Luftverschmutzung bezeichnet. In Mailand scheint es momentan aber eher noch ein Prestigeobjekt für Mailands Oberschicht zu sein. Viele Investoren haben sich darin eine Wohnung zur Kapitalanlage gekauft und es kann sich lange nicht jeder leisten, darin zu wohnen.

 

Wie wollen wir wohnen?

Auf dem Filmfestival sind Charlotte und ich (Sarah) darüber ins Gespräch gekommen, welche Wohnformen wir uns für die Zukunft wünschen.

Beide fühlen wir uns zur Natur hingezogen und könnten nicht auf unsere Gärten verzichten. Charlotte wohnt mit ihrer Familie sehr zentral in Lahr, mit einem angrenzenden Selbstversorgergarten:

“Wir kommen überall gut mit dem Fahrrad (inkl. Kinderanhänger) oder öffentlichen Verkehrsmitteln hin. Ein Auto besitzen wir nicht und für den Notfall gibt es auch hier Carsharing.
Wir wohnen mit meinen Schwiegereltern in einem Haus mit großem Hof. Das ist im Sommer großartig und für die Kids einfach perfekt. Unsere Wohnung ist allerdings sehr klein und im Winter eher ungemütlich und kalt.

Ich träume oft von einem Wohnprojekt, bei dem viele Räume einfach nicht nötig sind, weil sie der Gemeinschaft gehören. Und bei dem Kinderbetreuung von allen Bewohner automatisch gegeben ist. Erste Erfahrungen durfte ich damit vor einigen Jahren in der Gemeinschaft “Schloss Tempelhof” machen.”

Charlotte kann also ihren Alltag mit den Kindern gut mit ihrem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen, was bei mir undenkbar ist:

Ich lebe mit meiner Familie in einem Waldhufendorf im Schwarzwald, das bedeutet, wir wohnen sehr idyllisch auf einem Berg, umgeben von Wald. Das ist wunderschön, aber die Strecken, die wir im Alltag zurücklegen müssen sind auch weit. Der einzige Weg, den wir mit dem Fahrrad bestreiten können ist der zum 2 km entfernte Kindergarten. Und bis auf den Winter oder bei furchtbar schlechtem Wetter tun wir das auch. Aber Supermarkt, Ärzte, Musikschule und Schwimmbad sind mindestens 10 km entfernt im Tal oder 20 km entfernt, erst bergab und dann weiter bergauf. Ich möchte das Landleben nicht gegen ein Leben in der Stadt eintauschen, auch wenn ich mir oft eine bessere Infrastruktur wünsche. So versuche ich Einkäufe, Termine und Freizeitaktivitäten miteinander zu verbinden, so dass ich nicht jeden Tag mit dem Auto unterwegs sein muss.

 

 

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Der Erdbeerbaum (Buchvorstellung)

Ich gebe zu, ich bin in unserem Team nicht diejenige, die gerne schreibt. Dennoch habe ich mir genau das vorgenommen:
Ich möchte öfter einen Blogbeitrag schreiben und euch dabei mehr über mein Team und mich, unsere Arbeit und alles was dahinter steckt und uns beschäftigt zu zeigen.

Starten möchte ich nun mit einer Buchempfehlung.
Die Autorin ist eine Freundin von mir, die ich vor einigen Jahren bei den “Pioneers of Change” kennen gelernt habe. Sie kann wirklich gut schreiben und ohne sie wäre der neunmalklug verlag vermutlich nie entstanden! *danke Anne*

Das Buch mit dem Titel “Der Erdbeerbaum” ist beim Oekom-Verlag erschienen.
(unbezahlte Werbung / selbst gekauft)

Buch: Der Erdbeerbaum

“Der Erdbeerbaum” handelt von vier Freunden, die sich jeden Tag beim größten, ältesten und schönsten Baum der Welt treffen. Eines Tages jedoch wird dieser Baum krank und beginnt zu sterben. Die Eltern verbieten ihren Kindern ab sofort sich weiterhin bei diesem Baum zu treffen. Bei der Suche nach einem neuen sicheren Treffpunkt entdecken sie viele wundersame Orte. Von den Erfahrungen, die sie auf ihren abenteuerlichen Reisen sammeln, hängt das Schicksal des Erdbeerbaums ab.
Der Baum steht dabei als Sinnbild für unsere Welt.

Gerade jetzt, während auf der ganzen Welt Schülerinnen und Schüler für unser Klima demonstrieren, regt dieses Buch wirklich zum Nachdenken an. Ein modernes Märchen über Nachhaltigkeit.

 

Eure Charlotte

 

P.S.: Und wer sich fragt, warum wir dieses Buch nicht selbst veröffentlicht haben. Letztlich lag es nur an der Zielgruppe, die bei uns bis max. 7 Jahre geht. Dieses schöne Buch spricht aber Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene an. Um so mehr freue ich mich, dass Anne es geschafft hat, es in einem anderen nachhaltigen Verlag zu veröffentlichen.

 

 

 

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Mit „Guck mal, wer lebt im Wald?“ durch den Winter

Unser Naturführer in Bildern

Cover: Guck mal, wer lebt im Wald? Naturführer in BildernDer erste Naturführer ohne Wörter

Entwickelt wurde dieses außergewöhnliche Buch von der Deutschen Wildtier Stiftung, die sich für die in Deutschland lebenden Wildtiere und deren Lebensräume einsetzt. Mit naturgetreuen und detailreichen Illustrationen wird darin das Basiswissen zu jedem dargestellten Tier abgedeckt.

 

 

Mit den Waldtieren durch den Winter

Was machen eigentlich Regenwurm, Ameise, Nacktschnecke und Co. im Winter, wenn es draußen kalt ist und vielleicht sogar Schnee liegt?

Auch das können Kindergartenkinder und Grundschulkinder, die gerade erst lesen lernen, mit dem einzigartigen Naturführer ganz ohne Wörter erfahren.

Die meisten Tiere aus unserem Naturführer sind im Winter nicht zu sehen, weil sie in Winterstarre fallen, Winterschlaf oder zumindest Winterruhe halten. Doch welches Tier bekommen wir im Wald dann überhaupt zu Gesicht und welches können wir uns nur in “Guck mal, wer lebt im Wald?” näher ansehen?

 

Winterstarre und Winterschlaf

"Guck mal, wer lebt im Wald?" Regenwurm in Winterstarre

"Guck mal, wer lebt im Wald?" Erdkröte in Winterstarre"Guck mal, wer lebt im Wald?" Ringelnatter in Winterstarre

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Regenwurm rollt sich zur Winterstarre tief in der Erde zusammen und bleibt dort bis zum Frühling.

Auch die Ringelnatter und die Erdkröte fallen in eine Kältestarre. Sie überwintern unter Baumstämmen oder Steinen, Kröten auch in Schlammlöchern.

 

"Guck mal, wer lebt im Wald?" Waldameise in

"Guck mal, wer lebt im Wald?" Marienkäfer in Winterstarre"Guck mal, wer lebt im Wald?" Wegschnecke im Winter

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ameise zieht sich in den unterirdischen Teil ihres Baus zurück und fällt dort ebenfalls in eine Kältestarre.

Der Marienkäfer sucht sich einen geschützten Ort zwischen Baumritzen, Felsen oder in den Spalten einer Gartenmauer und fällt dort in Winterstarre.

Und auch die Nacktschnecke verkriecht sich im Winter unter der Erde und kommt erst im Frühling wieder heraus.

 

Winterruhe

"Guck mal, wer lebt im Wald?" Eichhörnchen im Winter

 

Die Eichhörnchen halten Winterruhe. Das bedeutet, dass sie viel schlafen. So senken sie ihren Energiebedarf und brauchen weniger Futter. Trotzdem verlassen sie meist täglich ihr Nest, um von den Vorräten zu fressen, die sie im Herbst gesammelt und vergraben haben. Somit bekommen wir sie auch im Winter hin und wieder zu sehen.

 

 

 

 

 

Winteraktive Tiere

"Guck mal, wer lebt im Wald?" Buntspecht im Winter

 

Der Specht gehört zu den Tieren, die sich auch im Winter relativ häufig beobachten lassen. Weil die Tage kürzer sind, schläft er zwar länger als im Sommer, kommt aber trotzdem tagsüber aus seiner Höhle heraus.

 

 

 

 

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Unsere Arbeit am Libellenbuch

Wie entsteht ein Bilderbuch?

Die Idee am Anfang eines neuen Buches

Cover: Eine Königslibelle in Neles GartenBei unserem Frühjahrstitel „Eine Königslibelle in Neles Garten“ stammt die Bilderbuchidee von Marion Klara Mazzaglia, die selbst schon eine Libellengeburt in ihrem Garten beobachtet hat. Dieses beeindruckende Erlebnis schrieb sie in Form eines Kinderbuches auf. So entstand ihre Geschichte über eine faszinierende Tierart, die auch interessante Sachinformationen enthält.

Und davon handelt das Bilderbuch, das im Februar 2018 im neunmalklug verlag erscheinen wird:

An einem warmen Sommertag entdeckt Nele ein seltsames kleines Tier im Garten. Es ist die Larve einer Königslibelle, erklärt ihr Vater. Gemeinsam beobachten sie, wie die Libelle erst aus der Larvenhaut schlüpft, danach ihre Flügel in der Sonne trocknet und schließlich ihren ersten Flug unternimmt.

Über die Autorin

Marion Klara Mazzaglia ist Diplom Sozialpädagogin und Montessori Autorin: Marion Klara MazzagliaErzieherin und neben ihrer Arbeit als Kinderbuchautorin auch Mutter und Tagesmutter. Das Schreiben ist ihre Lieblingsbeschäftigung. Die Inspiration dafür holt sie sich beim Spielen mit den Kindern oder auf Entdeckungstouren in der Natur. Zettel und Stift hat sie immer in der Tasche, damit sie ihre Ideen sofort aufschreiben kann. Die Autorin hat bereits mehrere Titel in anderen Verlagen veröffentlicht. Wir freuen uns, dass sie uns ihre Libellengeschichte als Manuskript eingesendet hat und dieses Buch in unserem Verlag erscheinen wird.

Illustratorensuche …

Zusammen mit der Autorin haben wir uns auf die Suche nach einem Illustrator gemacht, der die Bilder zum Text zeichnet. Die Voraussetzungen waren: Er oder sie muss Libellen zeichnen können und der Zeichenstil soll zu neunmalklug passen. Über die Illustratoren Organisation sind wir fündig geworden. Zwei Illustratoren kamen in die engere Auswahl und erstellten für uns eine Probeillustration.

… und erste Zeichnungen

Die Zeichnung von Tobias Goldschalt mit Nele und der Libellenlarve hat uns sofort begeistert. Und auch die Probelibelle hat er daraufhin beeindruckend umgesetzt, sodass unsere Wahl auf ihn fiel. Seite für Seite hat er nun den Text für uns illustriert. Die Entwürfe werden in enger Zusammenarbeit mit der Autorin besprochen und Änderungswünsche an den Illustrator weitergegeben. Neun von zehn Zeichnungen sind in der Zwischenzeit fertig. Gespannt warten wir noch auf die letzte Seite, die sicherlich bald in Sarahs E-Mail-Postfach eintreffen wird.

Galerie: "Eine Königslibelle in Neles Garten"

Über den Illustrator

Tobias Goldschalt studierte Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an der Hamburger Technischen Kunstschule. Im Jahr 2001 schloss er das Studium mit Auszeichnung ab. Die darauffolgenden sechs Jahre arbeitete er als Art Director in einer Hamburger Werbeagentur. 2008 machte er sich selbstständig, um den Schwerpunkt seiner Arbeit wieder mehr in den Bereich Illustration zu verlagern. Außer in Kinder- und Jugendbüchern findet man seine Arbeiten auch auf Verpackungen, Anzeigen, Kalendern, Weihnachtskarten, Websites und Broschüren.

Fachliche Unterstützung

Klaus-Jürgen Conze, Libellenforscher und Vorstand der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen e.V. (GdO), unterstützt unser Buchprojekt, indem er den Text und die Zeichnungen auf Richtigkeit prüft. Außerdem dürfen wir das Logo der GdO auf dem Buchcover abdrucken und der Verein wird unser Libellenbuch bei allen Naturveranstaltungen bewerben, auf denen die Libellengesellschaft vertreten ist. Ein herzliches Dankeschön an Herrn Conze und die GdO für diese tolle Unterstützung!

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