Unterwegs auf der Frankfurter Buchmesse 2015

Letzte Woche waren Lena und ich (Charlotte) auf der Buchmesse in Frankfurt unterwegs.

Alumni-Vortrag & Treffen mit Autorin

Ich wurde als Alumni von der Hochschule der Medien eingeladen. Der Studiengang Mediapublishing richtet jedes Jahr den Stand „Studium rund ums Buch“ auf der Frankfurter Buchmesse aus. Und immer werden Ehemalige eingeladen, um ihren Werdegang nach dem Studium zu erzählen. Während meiner Ausbildung zur Buchhändlerin bin ich durch Zufall genau bei dieser Veranstaltung stehen geblieben und habe anschließend beschlossen, dort zu studieren. Und nun, fast 10 Jahre später, stehe ich selbst auf der Bühne und stelle meinen Verlag vor. Das war schon ein großartiges Gefühl!

neunmalklug Vorstellung Buchmesse 2015

Im Anschluss an den Vortrag traf ich dort Sarah Roller, unsere Autorin von „Komm, wir gehen näher ran!“. Leider hat es zwar mit dem Erscheinen der Reihe vor der Buchmesse nicht mehr gereicht, aber ein bisschen Werbung für unser Projekt konnten wir trotzdem machen.

neunmalklug auf der Buchmesse

Geschäftstermine

Am Stand der Illustratoren Organisation IO hatte ich ein tolles Gespräch mit einer Illustratorin über ein mögliches neues Buchprojekt. Aber was das genau wird, bleibt noch geheim :). Auch Yo Rühmer, die für die Zeichnungen von „Komm, wir gehen näher ran!“ verantwortlich ist, traf ich dort. Sie machte ebenfalls schon fleißig Werbung für die Bücher.

Später hatte ich einen Termin mit einer Verlagsauslieferung. Diese bietet kleinen Verlage eine recht günstige Möglichkeit Vorschauen an Buchhandlungen zu versenden, indem sie Pakete mit anderen Verlagen zusammenstellen. So hat es der Buchhändler leichter aus den Massen an Einsendungen auszuwählen und die Verlage teilen sich das Porto. Zum anderen möchte ich gerne nächstes Jahr den Vertrieb dorthin auslagern. Noch stehen alle Bücher bei mir im Büro und auch der Versand wird persönlich von mir abgewickelt. Doch so langsam wird es etwas zu eng und zeitintensiv.

Buchmesse 2015 Ehrengast

Ehrengast 2015

Ein Hingucker war außerdem der Ehrengastauftritt Indonesiens. Hier konnte man nach all dem Messetrubel in den übrigen Hallen zwischen wunderbaren Lichtinstallationen eine kleine Auszeit einlegen und einen Einblick in die Literaturlandschaft des Landes erhalten. Nebenbei konnte man außerdem mit weiteren Sinnen die Kultur Indonesiens erfahren, da verschiedenste landestypische Gewürze neben Kochbüchern ausgestellt waren.

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Für viel mehr blieb leider keine Zeit. Dennoch war es für mich eine sehr gute Messe, mit tollen Gesprächen und netten Kontakten.

 

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„Als Kind wollte ich immer Schriftstellerin oder Geheimagentin werden“

Heute stellen wir euch unsere Praktikantin Lena vor, die uns von nun an vor allem im Bereich Social Media und Marketing tatkräftig unterstützen wird. Sie war von unserer Verlagsphilosophie sofort begeistert und möchte sich gemeinsam mit uns für eine grünere Buchbranche einsetzen.

Mein Name ist Lena.

Ich wurde am 16. Juli 1994 in Witten geboren.

Als Kind wollte ich immer Schriftstellerin oder Geheimagentin werden.

Jetzt bin ich Buchwissenschafts- und Philosophie-Studentin und nebenbei angehende Literaturpädagogin.

Meine Helden der Kindheit waren: Die Wilden Hühner von Cornelia Funke.

Als Kind war mein liebster Ort unser Garten, heute bin ich immer noch am liebsten an der frischen Luft.

Bücher sind für mich: Lebensnotwendig. Egal ob ich dem Alltag entfliehen oder etwas über die Welt erfahren will, für jede Lebenssituation findet sich das passende Buch.

Das mache ich mit Begeisterung: Andere mit meiner Leidenschaft für Bücher und gute Geschichten anstecken.

Und das schiebe ich immer wieder auf: Fußnotenformatierung.

Ich hätte gerne folgende Superkräfte: Gestaltwandlung.

Ich bin süchtig nach Tee, aber mit Kaffee kannst du mich jagen.

Mein Leben besteht aus folgenden Zutaten: lieben Menschen, wunderbaren Büchern, viel Musik, gutem Essen, spannenden Reisen, …

LenaDa war ich schon mal: In Zamonien, Libropolis, Idhún, in der Tintenwelt, …

Da will ich unbedingt mal hin: Auf das Eistnaflug Festival in Neskaupstaður.

Ein Spaziergang in Castrop-Rauxel hat mein Leben verändert.

Meine Lebensphilosophie lautet: »Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.«

Wenn ich mir einen Gesprächspartner für einen Tag wünschen dürfte, dann wäre das Arthur Schopenhauer, der Urheber des eben erwähnten Zitats.

Eine bessere Welt wäre für mich, wenn jeder ein bisschen weniger an sich selbst und ein bisschen mehr an andere denken würde.

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Ohne Plastik geht’s auch?

Als ich vor ein paar Jahren anfing mich mit unserer Welt zu beschäftigen und alltägliche Dinge des Lebens zu hinterfragen, stieß ich auch auf den Film „Plastic Planet“. Seit dem versuche ich so gut es geht auf Plastik zu verzichten. Nicht nur die Müllberge, Umweltverschmutzung und der Ressourcenverbrauch waren dafür ausschlaggebend, auch die gesundheitlichen Aspekte haben zu meinem Umdenken geführt. Weichmacher sind nur ein kleiner Teil der nachgewissen schädlichen Inhaltsstoffe von Plastik. UmweltverschmutzungSieben Weichmacher sind inzwischen von der EU als besonders gefährlich eingestuft worden. Sie können zu Unfruchtbarkeit führen. In Babyspielzeug sind sie zum Teil schon verboten, in Alltagsgegenständen aber nicht. So sind Babyflaschen frei von Phtalaten-Weichmachern, PET-Flaschen aber nicht. Die meisten Weichmacher nehmen wir über die Nahrung auf. Fetthaltige Produkte, wie Weichkäse, Erdnüsse und Kekse, die in Plastik verpackt sind, reichern sich mit ihnen an. Die giftigen Stoffe lagern sich anschließend in unserem Blut ab und sind im Urin nachweisbar. (Quelle: BUND)

 

Alternativen zu Plastik im Alltag …

Aber es ist unglaublich schwer komplett auf Plastik zu verzichten. Beim Lebensmitteleinkauf wird es zumindest, dank verschiedener „Unverpackt“-Läden, einfacher. Zur Aufbewahrung meiner Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Gewürze etc. benutze ich nur noch Einmach- und Weckgläser. Das hat den netten Nebeneffekt, dass es auch viel schöner aussieht, als in Plastikdosen. Als Trinkflasche benutze ich Flaschen aus Glas oder Bioplastik, die ich mit Leitungswasser fülle. Und inzwischen darf ich verkünden, dass ich mehr Stofftaschen als Plastiktüten besitze und auch immer eine mit mir herumtrage.

schokominze

… und wo sie (noch) fehlen

Aber es gibt immer wieder Grenzen an die man stößt. So beispielsweise wenn man mal wieder vor lauter Arbeit keine Zeit zum Kochen hat und sich deswegen in seinem Lieblingsrestaurant um die Ecke etwas zum Mitnehmen bestellt. Spätestens dann stapeln sich auf dem Tisch wieder Styroporverpackungen, Plastikbesteck und –tüten.

Tiffin-Projekt

Diesem Problem hat sich nun ein weiteres aktuell laufendes Crowdfunding-Projekt gewidmet. Unter dem Motto „Just taste, no waste“ sollen sogenannte Tiffin-Boxen aus schadstofffreiem Edelstahl eine nachhaltige Alternative zu Take-Away-Verpackungen bieten. Dadurch kann jeder in seinem Lieblingsrestaurant oder beim Imbiss um die Ecke sein Essen „müllfrei“ mitnehmen.

Angefangen haben die Gründer von ECO Brotbox bereits 2014 mit Lunchboxen aus Edelstahl, an Stelle von Plastik- oder Einwegverpackungen. Jetzt möchten sie das Thema Müllvermeidung auch in den Take-Away-Bereich bringen.

Bereits seit über 100 Jahren gibt es in Indien die sogenannten Tiffin-Boxen. Dort bekommen täglich über 200.000 Menschen ihr Mittagessen in diesen praktischen Edelstahlbehältern ins Büro geliefert. Für den deutschen Take-Away-Markt hat ECO Brotbox nun eine eigene Box kreiert: natürlich nachhaltig und fair produziert.

 

Ein einfaches aber effektives System

Take-Away

Im Rahmen des Projekts sollen umweltbewusste Menschen in Partnerrestaurants bewusst die Wahl zwischen der wiederverwendbaren Tiffin-Box und einer herkömmlichen Einwegverpackung haben. Die bestellte Mahlzeit wird also auf Wunsch direkt in den Edelstahlbehälter zum Mitnehmen gefüllt. So können mit jedem Einsatz etwa 30 Gramm Müll gespart werden.

Tiffin-BoxDie Tiffin-Box wird nach kostenloser Registrierung im Restaurant ausgeliehen und kann zu einem späteren Zeitdruck wieder zurückgegeben werden

Noch 13 Tage (nach Verlängerung) läuft die Kampagne auf Startnext und kann unterstützt werden.

Tiffin-Box tragen

Ich hoffe, dass die Diskussionen, die am heutigen Internationalen Plastiktüten freien Tag geführt werden, sich auch auf andere Bereiche ausweitet. Wir von neunmalklug finden, es sollte ein komplettes Umdenken im Produktdesign stattfinden. Inhaltsstoffe sollten von vornherein frei von Schadstoffen sein und nicht erst im Nachhinein getestet und Grenzwerte festgelegt werden. Aber bis dahin kann nur jeder einzelne versuchen etwas zu verändern und nicht nur heute alle Plastiktüten boykottieren. Vielleicht sind es als nächstes PET Flaschen und hoffentlich können wir bald auch „müllfrei“ unser Take-Away genießen.

 

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Cradlelution – der erste c2c-Onlineshop

Heute stellen wir euch das Start-Up Cradlelution vor. Wie sich bei dem Namen schon vermuten lässt, hat das Projekt ebenfalls mit Cradle to Cradle (c2c) zu tun.

Cradlelution Team Anna Lütje und Nikita Kornev haben im Februar 2015 mit Cradlelution den ersten Online-Shop für c2c-zertifizierte Produkte gegründet. Sie möchten damit allen einen Zugang zu umweltfreundlichen und intelligent designten Artikeln ermöglichen. Denn obwohl immer mehr Menschen von diesem Konzept hören und danach fragen, gibt es von den über 2.000 zertifizierten Produkten nur einen kleinen Teil in Deutschland zu kaufen. Das möchten die zwei Gründer nun ändern und dabei verstärkt auf den gesellschaftlichen Nutzen von c2c aufmerksam machen:

 

„Mit c2c-Produkten gelangen keine Schadstoffe in die Umwelt, da die Inhaltstoffe positiv definiert werden müssen und für Mensch und Umwelt nicht schädlich sein dürfen. Des Weiteren werden Ressourcen geschont, da die Materialien in immerwährenden Kreisläufen bleiben. Also entweder zu 100% biologisch abbaubar sind oder verlustfrei in technischen Kreisläufen geführt werden. Möglich ist so eine Welt ohne Abfall.
Auch der Ausstoß von Treibhausgasen wird minimiert, da zur Herstellung erneuerbare Energien verwendet werden.“

Bereits seit zwei Jahren beschäftigen sich Anna und Nikita mit dem Konzept und der Denkschule von c2c. Genau wie wir von neunmalklug engagieren sie sich im c2c e.V. für die Verbreitung, Information und Aufklärung des Prinzips „von der Wiege zur Wiege“. In ihrem Onlineshop möchte sie nun Gebrauchs- und Verbrauchsgüter anbieten, die positive und nützliche Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft haben. Auch unsere Bücher werden dort erhältlich sein.

Cradlelution Logo

Mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne sammeln die beiden gerade Geld um ihr Lager mit Produkten zu füllen und die Website inklusive ihres Onlineshops zu relaunchen. Unter den tollen Rewards gibt es auch etwas von neunmalklug.
Erreichen sie die Summe von 15.000 Euro möchten sie zudem fünf Prozent ihres Gewinns in einem Fördertopf ansammeln um vor allem kleine Unternehmen bei der c2c-Zertifizierung finanziell und ideell zu unterstützen. Ende des Jahres können sich dann nachhaltige Kleinunternehmen bei ihnen bewerben und die Fangemeinde stimmt darüber ab, wer das Zertifizierungsstipendium erhält.

„Wenn viele kleine Leute,
an vielen kleinen Orten,
viele kleine Dinge tun,
können wir das Gesicht der Welt verändern.“

Diesem afrikanischen Sprichwört können wir uns nur anschließen und dazu motivieren, dieses Projekt zu unterstützen.
Hier geht’s zur Kampagne auf startnext.

Gemeinsam für eine gesunde & bunte Welt ohne Abfall!

 

P.S.: Wer Anna und Nikita live treffen möchte, erhält dazu auf den kommenden Heldenmärkten in Berlin, Stuttgart und München die Gelegenheit. Dort wird Cradlelution seinen Shop vorstellen und das Programm mit Vorträgen über das Cradle to Cradle-Konzept ergänzen. Solltet ihr besonders auch an Letzterem interessiert sein, der trifft mit Sicherheit beim zweiten Cradle to Cradle-Kongress am 31. Oktober in Lüneburg auf Gleichgesinnte.

 

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„Ein Buch zu lesen ist wie in ein anderes Leben zu schlüpfen.“

Heute stellen wir euch Natalie vor, die zusammen mit Michi „Marta & Piet“ geschrieben hat. Genau wie Marta zieht sie mit ihrem Hund Luca regelmäßg durch die Natur oder holt sich ihre tägliche Dosis Abenteuer im nächsten Buch.

Mein Name ist Natalie.1010273_10200131112742509_98667696_n

Ich wurde am 08. März 1989 in Berlin geboren. Weltfrauentag. Ich glaube, den Tag habe ich mir ziemlich bewusst ausgesucht.

Als Kind wollte ich immer Chirurgin werden.

Jetzt bin ich über einen kleinen Umweg Psychologie-Studentin und verwirkliche damit endlich meinen Traum. Ist auch besser so, sonst hätte ich die vermeintlichen Operationen höchstwahrscheinlich damit verbracht schreiend im Kreis umher zu rennen.

Meine Helden der Kindheit waren: es gab und gibt nur eine für mich: Pippi Langstrumpf.

Als Kind war mein liebster Ort unter der Bettdecke mit einer Taschenlampe in der Hand und einem Buch vor mir, heute gehe ich am liebsten auf Reisen. Egal wohin, Hauptsache die Welt entdecken.

Bücher sind für mich: schon immer unersetzlich gewesen. Ich habe eigentlich immer ein Buch bei mir, für den Fall, dass ich unterwegs zum Lesen kommen könnte.  So viele Geschichten, die man leben kann und soviel Wissen, dass man „anzapfen“ darf. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Das mache ich mit Begeisterung: Essen essen. Zähle ich übrigens auch zu meinen Talenten und Begabungen.

Und das schiebe ich immer wieder auf: Aufräumen. Es sei denn, es ist Klausurenphase, da nimmt das plötzlich und ganz dringend Platz 1 auf meiner Liste ein.

Ich hätte gerne folgeIMG-20150211-WA0012nde Superkräfte: Fliegen.

Davon hab ich als Kind sooft einen immer wiederkehrenden Traum gehabt, dass es Zeiten gab, in denen ich anfing daran zu glauben. Vielleicht sollte ich der ganzen Sache nochmal eine Chance geben.

Ich bin süchtig nach herzlichem Lachen und Humor, aber mit Arztterminen kannst du mich jagen. Zum Arzt gehen? Oh, meine Symptome sind verschwunden.

Das mache ich, wenn keiner zuschaut: anderen zuschauen.

Mein Leben besteht aus folgenden Zutaten: für mich bedeutsame Menschen, Lachen, Reisen, Natur, Worten, Taten, gutem Essen, Wein und Geduld.

Da will ich unbedingt mal hin: als Leiche in eine Tatort Folge. Ja, das ist mein voller Ernst und ja, ich würde das auch gerne ganz offiziell als mein Lebensziel auflisten.

Mein erster Atemzug hat mein Leben verändert.

Wenn ich mir einen Gesprächspartner für einen Tag wünschen dürfte, dann wäre das ich selbst im Alter von 70 Jahren, um sich gemeinsam über ein ziemlich schönes Leben zu freuen. Und um herauszufinden, ob das mit der Tatortleiche noch geklappt hat.

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Interview mit Ernst Gugler, Geschäftsführer gugler GmbH

Nachdem ihr ja inzwischen schon ganz gut über die Menschen hinter dem neunmalklug verlag Bescheid wisst, wollen wir euch natürlich auch nicht unsere Druckerei, ohne die unsere tollen Geschichten nie in nachhaltiges Cradle-to-Cradle Bücher werden würden, vorenthalten.

Das Medienhaus gugler gilt als Vorzeigeunternehmen in Sachen Nachhaltigkeit. Als erste Druckerei weltweit produziert gugler Druckprodukte, die mit dem Cradle to Cradle-Zertifikat ausgezeichnet sind.
Wir haben mit dem Geschäftsführer Ernst Gugler gesprochen.

„Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“

1. Wir haben kürzlich bei Facebook unsere Fans gefragt, welches ihr erstes selbstgelesenes Kinderbuch war.
Wissen Sie noch Ihres?

Keine Ahnung. Gut in Erinnerung habe ich jedenfalls Hänsel & Gretel, Strupelpeter und Max & Moritz.

Ernst Gugler

Der Geschäftsführer Ernst Gugler vom Medienhaus gugler

2. Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit beginnt bei mir selbst. Nur wenn ich mit meinen eigenen Ressourcen achtsam und bewusst umgehen kann, habe ich auch das Gefühl für andere Menschen, Lebewesen und die Erde. Nachhaltigkeit bedeutet für mich Ökologie, Soziales und Ökonomie bestmöglich miteinander zu verbinden. Nachhaltig wirtschaften bedeutet für mich auch, dass wir für unsere nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen.

3. Wie leben Sie das alles im Unternehmen?

Unser Familienunternehmen gilt seit über 25 Jahren als Schritt- und Mutmacher für eine authentische Kommunikation. Weltweit einzigartige Innovationen im Bereich Ökodruck und ebenso bedeutsame Pionierleistungen im Bereich nachhaltiger Unternehmensentwicklung beweisen eindrucksvoll, dass der CSR-Gedanke hier zentral im Markenkern verankert ist.
Wesentlicher Bestandteil unseres Kommunikationshauses ist heute die mittlerweile größte Agentur für Markenkommunikation zwischen Wien und Linz, gugler* brand&digital. Das Leistungsspektrum von gugler* reicht von strategischer Beratung bei werteorientierter Kommunikation sowie deren kreative Umsetzung, über die Entwicklung maßgeschneiderter Onlinekommunikation bis hin zu höchst ökologisch produzierten Druckprodukten.

Für die Mitarbeiter gibt es eine Bioküche, das Gemüse kommt dabei aus dem hauseigenen Gemüsegarten.

Gugler* print, also unsere Druckerei, zeigte sich immer wieder als Vorreiter für nachhaltiges Produzieren und kann auf eine Reihe von Umweltzertifikaten blicken. Mit der Verleihung des „Österreichischen Umweltzeichens“ wurde die Pionierleistung für die gesamte Druckbranche 2003 erstmals offiziell gewürdigt. Danach folgten weitere Umweltzertifikate wie das Europäische Ecolabel, FSC und PEFC. Seit 2012 werden alle Druckprodukte klimapositiv gedruckt. Mit einer Weltpremiere wurden wir 2011 als erste Druckerei mit dem Cradle to Cradle™ Zertifikat ausgezeichnet.
Neben den Umweltzertifikaten wird auch unser preisgekröntes Öko-Firmengebäude zu 100% mit Ökostrom betrieben. Für die Mitarbeiter gibt es eine Bioküche, das Gemüse kommt dabei aus dem hauseigenen Gemüsegarten. Der Betrieb ist auch EMAS zertifiziert und unterstützt Entwicklungsprojekte in Ähtiopien.

c2c Let's start a revolution

Cradle to Cradle-Druckprodukte

 

4. Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Unternehmen nach ökologischen Gesichtspunkten auszurichten? Und wie kamen Sie dann zu Cradle to Cradle?

Lange bevor ich ins Unternehmerdasein startete, engagierte ich mich bereits ehrenamtlich und überaus leidenschaftlich für den WWF. Das Interesse für Ökologie und Umweltschutz veranlasste mich, nach der Unternehmensgründung auch die eigene Betriebsführung nach diesen Idealen auszurichten. Nach einem zweijährigen Cradle to Cradle Entwicklungsprozess ist es unser Druckerei erstmals gelungen, Druckprodukte so zu produzieren, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus vollständig in den biologischen Kreislauf zurückfließen können. Darüber hinaus wurden auch Kriterien wie Öko-Strom, soziale Standards und verantwortungsvoller Umgang mit Wasser herangezogen, die schon davor bei uns zur Selbstverständlichkeit gehörten.

c2c Baum

Cradle to Cradle-Druckprodukte sind für den biologischen Kreislauf geeignet – genau wie ein Kirschbaum in der Natur

 

5. Was war die größte Herausforderung dabei?

Die größte Herausforderung bei der Cradle to Cradle Zertifizierung, der wir begegnet sind, war die Lieferanten davon zu überzeugen ihre Rezepte offen zu legen und Verbesserungen zu überdenken und schlussendlich speziell für uns durchzuführen.

Das Interesse für Ökologie und Umweltschutz veranlasste mich, nach der Unternehmensgründung auch die eigene Betriebsführung nach diesen Idealen auszurichten.“

6. Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?

Ein wichtiges Ziel ist es, die Produktkomponenten weiterhin nach den Cradle to Cradle Anforderungen zu verbessern und neue Druckkomponenten zu entwickeln. Des Weiteren bestreben wir europaweit ein Cradle to Cradle Netzwerk unter dem Motto „Print the change“ aufzubauen, um die Wichtigkeit und Bedeutung von Cradle to Cradle zu kommunizieren. Unser erster Meilenstein wurde bereits im März 2015, mit einer Lizenzvergabe an eine dänische Druckerei, gesetzt.

7. Wie wünschen Sie sich eine “perfekte” Gesellschaft?

Die Gesellschaft besteht ja aus Individuen. Und da wünsche ich mir Menschen, die beständig zu aller erst an sich selbst arbeiten „Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“. D.h. die Fähigkeit haben, zur tiefen Selbstreflexion und Verbesserung ihres Verhaltens in Richtung von mehr Glück, Freiheit, Zufriedenheit und Liebe für alle Lebewesen. Ethisches Verhalten hat für diese Entwicklung eine Schlüsselfunktion.

Vielen Dank für das Interview!

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